Ideenklau


Natürlich habe ich die meisten Ideen, Tipps und Vorgehensweisen auf dieser Website von anderen Leuten übernommen. Allerdings kann ich meistens nicht mehr sagen, was ich woher habe. Seit ich die Kurzanweisung geschrieben habe, habe ich allerdings einige neuere Anregungen von anderen Trailern bekommen, die ich hier aufführen möchte.


Ansetzen des triebstarken Hundes (Elisabeth Gossmann)

Bei triebstarken Hunden ist es meistens schwierig, Ruhe in den Anfang der Trail zu bekommen. Sie werden durch den Prozess des Anschirrens so aufgedreht, dass dieser immer schwieriger wird und der Hund sich nicht richtig auf die Präsentation des Geruchsartikels konzentrieren kann. Um das Problem zu beheben kann man den Hund schon vollständig angeschirrt zur Ansatzstelle bringen und den Hund dort die Umgebung "wahrnehmen" lassen. Dann wird er in einiger Entfernung (5 - 10 m) von der Ansatzstelle abgelegt. Der Hundeführer begibt sich zur Ansatzstelle und legt dort den Geruchsartikel offen (im Behältnis) auf den Boden. Daraufhin geht der Hundeführer zurück zum Hund, bringt diesen zum Geruchsartikel und gibt das Kommando zum Suchen. Der Hund kann so ungebremst gleich die Trail aufnehmen.

Aufbewahren von Geruchsartikeln (Elisabeth Gossmann)

Wenn man gealterte Trails arbeitet, sollte man bedenken, dass es für den Hund verwirrend sein kann, wenn er eine ältere Trail anhand eines frischen Geruchsstoffes aufnehmen soll. Immerhin verändert sich der Geruch ja mit zunehmendem Alter. Daher sollte man versuchen, einen Geruchsstoff zu wählen, der (in etwa) so alt ist wie der Trail, die gearbeitet werden soll. Außerdem ist besonders darauf zu achten, wie der Geruchsstoff in dieser Zeit aufbewahrt wird, da unter Luftabschluss (etwa in Plastikbeuteln) sich Fäulnis bilden kann, wobei sich der Geruch dadurch erheblich verändert. Daher kann es sinnvoller sein, ältere Geruchsartikel in Papiertüten aufzubewahren.

Üben von negativen Trails (Moni Diener)

Ich habe seinerzeit beim Seminar mit Behesha Grist und Jack Shuler gelernt, dass man mit einem negativen Geruchsartikel beginnen soll (Geruch gibt es hier in der Gegend nicht), damit der Hund die Anzeige dazu lernt, wenn mal die Trail im Nichts enden sollte. Das führte bei mir dazu, dass mein Hund immer traniger beim Beginn der Trail wurde und immer länger brauchte, bis er sich auf den Weg machte. Ich hatte also das Gefühl, dass ich meinen Hund damit eher verwirre. Moni Diener brachte mich auf die Idee, zunächst mit einer negativen Trail anzufangen, also einer Trail, die im Nichts endet. Der Vorteil ist für mich, dass der Hund beim Anfang nicht irritiert ist, der Start also nicht unter der Übung leidet. Außerdem scheint es für die Hunde leichter, sich in einer solchen Situation hilfesuchend nach dem Hundeführer umzusehen und deutlich zu signalisieren, dass sie nicht mehr weiter wissen, als bei einem negativen Geruchsstoff, wo sie vielfach "aus Verzweiflung" einfach irgendeine Trail aufnehmen und verfolgen.

Vom Flächensuchhund zum Mantrailer (Alexandra Grunow)

Dieser Wechsel ist nicht besonders glücklich und ich empfehle sie eigentlich niemandem. Trotzdem wird es immer wieder Gründe geben, die dazu führen, einen bereits ganz oder teilweise ausgebildeten Flächensuchhund (auch) zum Mantrailer auszubilden. Alexandra Grunnow berichtete auf einem Seminar, dass sie mir ihren derartig "vorgebildeten" Hunden zunächst Trails im Ort durchführten, damit die Unterscheidung für die Hunde einfacher war. Viele Hunde denken beim Anblick von Wald "Flächensuche" und können somit schwer umdenken. In Ortschaften besteht diese Erwartungshaltung von Hunden in der Regel nicht, daher lassen sie sich dort leichter auf Neues ein.




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